L-Carnitin

L-Carnitin erfüllt im menschlichen Körper wesentliche Funktionen im Stoffwechsel. Unter anderem dient es als Transportmolekül für Fettsäuren in die Zellen und macht diese so zum Energielieferant..

L-Carnitin erfüllt im menschlichen Körper wesentliche Funktionen im Stoffwechsel. Unter anderem hat es eine wesentliche Funtion als Transportmolekül für Fettsäuren in die Zellen.

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L-Carnitin - Wirkung, Nebenwirkungen und Dosierung

  1. Was genau ist Carnitin beziehungsweise L-Carnitin?
  2. Wozu benötigt der Körper L-Carnitin?
  3. Wo wird L-Carnitin im Körper gespeichert?
  4. Welche Supplemente mit L-Carnitin gibt es und zu welchem Zweck sollte ich sie einnehmen?
  5. Fazit
  6. L-Carnitin wird gern als Fatburner bezeichnet und ist aufgrund seiner Funktion als Transporteur von Fettsäuren in die Zellen ein fester Bestandteil zahlreicher, sogenannter „Schlankheitsmittelchen“.

    1. Was genau ist Carnitin beziehungsweise L-Carnitin?

    Alt-Text: L-Carnitin

    Die chemische Substanz L-Carnitin ist eine körpereigene Verbindung, die aus den Aminosäuren Lysin und Methionin gebildet wird. Sie ist an zahlreichen wichtigen Prozessen im Körper beteiligt. Zur Eigensynthese von L-Carnitin werden zusätzlich einige sogenannte Co-Faktoren benötigt, darunter Vitamin C und B6, Niacin und Eisen. In der Regel wird der Bedarf über die Nahrung gedeckt. So sind in Fleisch höhere Mengen an L-Carnitin enthalten, hier besonders in den roten Fleischsorten wie Lamm-, Rind- und Schweinefleisch. Ebenso kommt es in verschiedenen Milchprodukten, Ei und einigen Gemüsen vor, in diesen jedoch in deutlich geringeren Mengen. Vegetarische oder vegane Ernährungsweisen sind daher bei der natürlichen Versorgung benachteiligt, da die ausreichende Aufnahme über die Nahrung, je nach betriebener Sportart, mitunter nicht ausreicht. In diesem Fall und bei einem besonders hohen Bedarf können spezielle Supplements eine gute Möglichkeit sein, die benötigten Mengen abzudecken.

    2. Welche Funktion hat L-Carnitin im Körper?

    Wie bereits erwähnt, ist L-Carnitin im Körper entscheidend am Transport von Fettsäuren in die Zellen beteiligt. Es schafft die Möglichkeit, das Fettsäuren durch die Zellmemebran zu den Mitochondrien gelangen können, den sogenannten „Energiekraftwerken“ der Zellen. Hier kann die Zelle die Fettbestandteile gewinnbringend nutzen. Aber wie funktioniert dieser Prozess genau? L-Carnitin, als chemische Substanz, koppelt sich an meist langkettige Fettsäuren an und bietet ihnen damit die Möglichkeit durch die Zellmembran in das Innere der Zellen zu gelangen. Hier werden sie von den Mitochondrien in Energie umgewandelt. Bei einem Mangel an L-Carnitin können entsprechend weniger Fettsäuren bereitgestellt werden, weniger können genutzt werden und es besteht die Gefahr einer Einlagerung nicht benötigter Fette im Körper. Dies ist nicht nur ungesund, sondern steht auch einer sichtbaren Muskelpartie im Weg. Fitness-Fans und Bodybuilder möchten eine solche daher möglichst vermeiden. Ein weiterer Negativaspekt: Ein andauernder Mangel an L-Carnitin kann lamgfristig auch zum Abbau von Muskulatur führen, da der Körper zur Energiegewinnung zunächst Kohlenhydrate, dann Fette und zuletzt Eiweiß heranzieht. Sind die benötigten Fette nicht verfügbar, werden schnell verfügbare Eiweiße genutzt und diese finden sich vorwiegend in der vorhandenen Muskulatur, die nach und nach abgebaut wird. Besonders für Ausdauersportler in langen Wettkämpfen ist daher eine ausreichende Versorgung wichtig, damit der Körper nicht auf die einfach zu verwertenden Eiweiße zurückgreift, sondern auf vorhandene Fettreserven.
    Neben dem Transport von Fettsäuren zu den Mitochondrien ist L-Carnitin noch an vielen anderen biochemischen Prozessen im Körper direkt oder indirekt beteiligt. L-Carnitin wird auch als hilfreiches „Möchtegern-Vitamin“ bezeichnet. Denn: Es ist neben seiner Funktion als Nährstoff-Transporteur auch eine vitaminähnliche Substanz, die Nieren und Leber bei der Verarbeitung von Schadstoffen unterstützt. Das kommt auch dem Immunsystem zugute, da L-Carnitin eine wertvolle Unterstützung zur Abwehr von degenerativen Krankheiten, Herzproblemen und oxidativem Stress sein kann.

    3. Wo wird L-Carnitin im Körper gespeichert?

    Im Körper wird L-Carnitin in Gewebe mit einem hohen Fettsäuremetabolismus gespeichert, zum Beispiel mit weit über 90 Prozent in der Herz- und Skelettmuskulatur.

    4. Welche Supplemente mit L-Carnitin gibt es und zu welchem Zweck sollte ich sie einnehmen?

    L-Carnitin ist in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich – von Kapselprodukten über Pulver bis hin zu Liquids. Der Einnahmezeitpunkt kann über den Tag erfolgen und richtet sich in der Menge nach den Angaben des Herstellers. Eine Einnahme 30 bis 60 Minuten vor dem Training wird ebenfalls ab und an empfohlen, damit genügend L-Carnitin zur Trainingszeit zur Verfügung steht. Eine zu hohe Dosierung – mehr als fünf Gramm – ist nicht zu empfehlen, da dies zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen kann. Es ist in jedem Fall ratsam, die persönliche Verträglichkeit vorab zu testen und mit einer geringen Dosierung zu beginnen.

    Bei Nutzung von L-Carnitin Produkten ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Dies gilt besonders für Kapselprodukte, da die Flüssigkeit zusätzlich getrunken werden muss. Also am besten mit der Einnahme einer L-Carnitin Kapsel immer auch ein großes Glas Wasser trinken. L-Carnitin ist wegen seiner Fettsäure-Transportfunktion in zahlreichen sogenannten Fatburnern enthalten, hier oft in Kombination mit Guarana, Koffein oder Grüntee-Extrakt. Diese Produkte werden gerne in Diät- oder Definitionsphasen genutzt. Die Wirkung ist umstritten und letztlich sicher nur im Rahmen eines gezielten Ernährungs- und Sportprogramms zu erkennen. Denn nur wenn mehr Energie benötigt wird, kann auch mehr Fett verbrannt werden, also auch ein langfristiger Abbau erfolgen.

    Besonders bei den lang anhaltenden Ausdauersportarten ist eine ausreichende Versorgung mit L-Carnitin wichtig, damit sich die aufgebauten Muskeln nicht immer wieder abbauen. Auch bei einer veganen und vegetarischen Ernährung, bei der die Hauptlieferanten für L-Carnitin nicht auf dem Speiseplan stehen, sollte auf eine ausreichende Versorgung mit L-Carnitin geachtet werden.

    L-Carnitin Gehalt von Lebensmitteln (in mg auf je 100g):

    • Rindfleisch 56-137mg
    • Schweinefleisch 22-33mg
    • Hühnerfleisch 2,5-33mg
    • Vollmilch 3,3mg
    • Butter 0,5mg
    • Vollkornbrot (Weizen) 0,362mg
    • Weißbrot 0,146mg
    • Hühnerei 0,01mg
    • Reis, gekocht 0,014mg
    • Kartoffeln 0,013mg
    • Erbsen, gekocht 0,006mg
    • grüne Bohnen, gekocht 0,003mg
    • Broccoli, frisch 0,003mg
    • Birnen 0,002mg
    • Orangensaft 0,002mg

    (nach Broquist 1994)

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    Wir werden oft gefragt, welches die beste Darreichungsform von L-Carnitin ist. Das ist jedoch schwierig zu beantworten, weil es sehr individuelle Vorlieben und unterschiedliche Produkte (Pulver, Liquid, Riegel) gibt. Du solltest aber immer auf sehr gute Qualität von bekannten Herstellern zurückgreifen. Wir haben die beliebtesten L-Carnitin Produkte für Dich zusammengestellt:

    Fazit

    • L-Carnitin wird aus den Aminosäuren Lysin und Methionin gebildet und ist am Fettsäuretransport beteiligt.
    • Es transportiert die Fettsäuren zu den Mitochondrien (Kraftzentren) in die Zellen.
    • Besonders bei den lang anhaltenden Ausdauersportarten ist eine ausreichende Versorgung mit L-Carnitin wichtig, damit keine Muskeln abgebaut werden, sondern vorhandene Fette genutzt werden können.
    • Der Bedarf an L-Carnitin kann normalerweise über die Nahrung gedeckt werden. Es ist in besonderem Maße in Lamm-, Rind- und Schweinefleisch enthalten, aber auch in verschiedenen Milchprodukten, Ei und einigen Gemüsen. Besonders aktive Sportler können durch die Einnahmen von entsprechenden Supplements ihren Körper unterstützen, die benötigte Menge zu erhalten.
    • Bei einem Mangel an L-Carnitin können weniger Fette verbrannt werden und es besteht die Gefahr einer langfristigen Einlagerung nicht benötigter Fette.

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